Verbote haben schon im Paradies nicht funktioniert

Kennst du das Eisbergmodell?

Die Spitze des Eisbergs, die aus dem Wasser ragt ist unser bewusster Verstand. Der viel größere Teil, unter der Wasseroberfläche, das ist unser Unbewusstes und das steuert den Eisberg, es bestimmt was wir letztendlich tun oder eben nicht tun. Der Mensch ist zu über 90% von seinem Unterbewusstsein gesteuert, das heißt, er hat nur ganz wenig direkten, willentlichen Einfluss auf sein Handeln.

Um zu verstehen, warum Verbote nicht funktionieren, müssen wir einen kleinen Ausflug in die Sprachentwicklung von Kindern machen. Bis Kinder ein Wort richtig ausprechen können, muss es ganz viele unterschiedliche Dinge üben. Dazu gehören: Grobmotorik wie Krabbeln, Feinmotorik greifen mir den Fingern, das Spiel mit dem Speichel, das Ausprobieren der Töne, das beobachten der Mundbewegungen, das genaue Zuhören und vieles mehr. Das Kind sammelt zu jedem Wort eine Unmenge an Informationen, welche Eigenschaften hat der Gegenstand, zu dem das Wort gehört, wie sieht er aus, was macht man damit und vieles mehr. Wenn all das ein vollständiges Bild ergibt und dazu auch noch die passende Tonfolge aus dem Mund kommt, dann speichert das Gehirn diesen Gegenstand als Bild ab. Es ist eine unglaubliche Leistung, wenn man bedenkt wieviele Wörter ein Kind in kurzer Zeit lernt. Unser Gehirn ist also, unter anderem, ein riesiger Speicher voller Bilder und es denkt „bildlich“. Übrigens auch dann, wenn jemand, wie ich, bei einer Meditiation keine Bilder sieht (ich habe so etwas wie eine gedankliche Vorstellung).
Und du ahnst es sicher schon…. es gibt Wörter zu denen es gute Bilder gibt und andere zu denen es weniger gute Bilder gibt.

Stelle dir einen „Baum“ vor… das geht.
Stelle dir „schwimmen“ vor…. das geht.
Stelle dir „suchen“ vor… das geht auch noch.
Stelle dir „nicht“ vor… hoppla… das geht nicht?

Ja…. es gibt kein gutes Bild für „Nicht“ oder „Kein“

Unser bewusster Verstand kann diese Worte natürlich trotzdem erkennen, und sich auch bis zu einem gewissen Grad daran halten. Man sagt zu 30%…. oder weniger.

Erziehungsratgeber nutzen dieses Wissen schon lange. Wenn ich etwas von einem Kind möchte, dann muss ich es positiv formulieren. Sage ich zu meinem Kind: „Fall nicht runter…“, dann hat das Gehirn sehr schnell, ein sehr gutes Bild davon, wie es runter fällt. Sage ich ihm aber: „Halte dich gut fest…“, dann hat auch hier das Gehirn ein gutes Bild.
Und nun frage ich dich, bei welchem Satz ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Kind herunterfällt?
Genau…

Genauso funktioniert das übrigens auch mit Diäten. Wenn ich mir wochenlang denke:
du darfst keine Schokolade/Schwarzwälderkirsch,….. essen und dann die Diät beende oder wahrscheinlich gar nicht durchhalte, dann wird der erste Griff genau zu den Leckereien gehen, die ich mir selbst so sehr verboten habe.
Und genau deshalb ist es im Paradies so gelaufen, wie es gelaufen ist. Gott sagte zu Adam und Eva: Ihr dürft von allen Bäumen die Früchte essen, nur von dem einen Apfelbaum die Äpfel…. die dürft ihr nicht essen. Und du weißt jetzt genau, mit welchem Bild im Kopf Eva durch das Paradies lief. Adam sicher auch, nur Frauen sprechen halt schneller😉.

Es gibt allerdings einen Bereich in unserem Alltag, in dem Verbote wunderbar funktionieren.
Weißt du wo?
….
Im Straßenverkehr.
Und weißt du auch warum?

Der Straßenverkehr wird mit Farben und Symbolen geregelt, damit kann unser Gehirn sehr gut umgehen. Das sind klare einfache Bilder. Wichtige Schilder sind rot und rund. Vorfahrtsschilder sind weiß/gelb, wenn man sie nicht beachtet, kann nicht sehr viel passieren.

Runde Formen
Wir reagieren besonders auf runde Formen, weil große runde Augen und runde Gesichter von Babys und Tierkindern eine wichtige biologische Funktion haben. Sie sichert ihnen das Überleben, denn wenn sich niemand um sie kümmert sterben sie. Beim Anblick eines strahlenden Kindergesichtes werden im Gehirn des Erwachsenen Glückshormone frei und es erwacht der Pflegeinstinkt (nach Konrad Lonrenz).

Die Farbe ROT – als Signalfarbe, besonders bei Verbotsschildern.
Die Farbe Rot als Signalfarbe dient in der Natur ebenfalls dem Überleben, einmal als Warnung und dann wieder anziehend, wenn es um Nahrung geht. Rote Beeren und Früchte sind in der Regel reif, süß und ungiftig.

Du möchtest mehr über dein Unterbewusstsein erfahren und möchtest die Kraft deines Unbewussten für dich nutzen? Dann ist die Hypnose der direkte und schnellste Weg dorthin.

Ich begleite dich gerne.
Deine Annette Lösel-Cabuk